SEXTON - rats live on no evil star

Ein Tisch voller Messer, die schnarren, klingeln, sirren. Eine atmende Baßklarinette. Eine Stimme, die englische Worte schmeckt, flüstert, beschwört, Worte, die einen inneren Beat, eine eigene Musik haben.

Die stark autobiographischen und tabubrechenden Texte der amerikanischen Dichterin Anne Sexton sind das Leitmotiv dieses dramatischen Features. Hierzulande noch weitgehend unbekannt, war Sexton im Amerika der Sechziger und Siebziger Jahre bis zu ihrem Selbstmord 1974 ein skandalumwitterter Star. Zwei Musiker, vier Sprecher und Schauspieler kommen der schillernden Dichterdiva und Performancekünstlerin auf die Spur, ihrem extremen Leben zwischen Psychiatrie, Küche und Schreibmaschine, ihren widersprüchlichen Rollen als Hausfrau, Lyrikprofessorin, Patientin, Schriftstellerin und femme fatale. Stationen ihres Lebens und Arbeitens spiegeln sich in Gedichten, Briefen, Interviews, Zeitzeugen-Kommentaren, Musik und Videoprojektion.

Weitere Informationen

Konzeption /Text: Anna Stern, Manfred Kerklau
Schauspiel: Gabriele Brüning, Beate Reker, Andreas Ladwig
Performance: Anna Stern
Klarinette: Tara Bouman
Messertisch, Flötenmaschine: Stefan Froleyks
Sound: Rainer Edelbrock
Raum: Hans Salomon
Licht: Volker Sippel
Kostüm: Bettina Zumdick
Video: Stefan Hollekamp
Regie: Manfred Kerklau
Regieassistenz: Daniel Grimm