Foto © Ralf Emmerich

MAKE – das Label

Das Theaterlabel überzeugt seit 1999 mit eigenwilligen und ungewöhnlichen Produktionen. Ästhetisch und inhaltlich ver­folgt MAKE einen stringenten Weg in der Auseinander­setzung mit diversen Konstrukten von Realität / Emotionen und deren Auswirkungen medialer Vermittlung. Alle Arbeiten sind geprägt durch eine spezielle Verknüpfung verschiedener Genres und es gelingt immer wieder, die Perspektiven auf Wirklichkeit zu drehen, zu verschieben, zu illuminieren. Mediale Techniken wer­den klug und ungewöhnlich eingesetzt und mit perfor­ma­tiven, installativen und musikalischen Elementen verknüpft und verschränkt. Inspiriert durch Lyrik, Musik, Literatur, politische
Streitschriften und bildende Kunst entstehen Performances mit einer weiten Range, von poetisch, absurd, feinsinnig bis irri­tie­rend und anrührend.

Die Person dahinter:

1958 in Everswinkel geboren, ging es für den Diplom-Psycho­logen Manfred Kerklau Ende der Siebziger zum Studium an die WWU Münster. In dieser Zeit kam er über verschiedene Work­shops, die in der 80ern angesagt waren mit Theater in Berüh­rung.

Er war einer der Player in einer Straßentheatergruppe, die inspiriert war durch das politische Körpertheater des
„Living Theatre“ in der Tradition des Russen Meyerhold. Die „Living-Gruppe“ MS performte uneingeladen bei einer Rats­sitzung und nutzte einen Baucontainer gegenüber der heutigen Galeria Horten für stage-diving in die Menge. „Master and slave“ mit kajalumrandeten Augen, provokante Auftritte in Münsters feiner Stube Prinzipalmarkt, Fußgängerzonen und Festivals in Italien folgten. Die TIM (Theaterinitiative Münster) wurde gegründet und Kerklau gehörte mit zu den Pumpenhaus-Pionieren.

Nach der einjährigen Umbauphase – Pumpen raus, Stein auf Stein, Denkmalschutz-Auflagen und „polnischen“ Nachtproben bis zur Eröffnung des Theaters 1985 mit dem Stück „Herz der Freiheit“, wurde Manfred Kerklau zum ersten Zivi des Hauses. Als Folge einer schweren Meningitis fiel Manfred Kerklau für vier Tage ins Koma. Als er erwachte, stand für ihn fest, Theater­macher zu werden. Seinem Herzen zu folgen und Theater in den Mittelpunkt zu stellen …

Von da an war er als Schauspieler, Regisseur und Theaterpäda­goge tätig. Er gründete Ende der 90er sein eigenes Label MAKE und war zudem parallel auch mit in der künstlerischen Leitung von Theater Sycorax, vom Schrägstrichtheater und von Theater Saurüssel.

Er ist Ideengenerator, Konzeptionierer, verantwortlicher Regisseur und Produzent!